Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien

André Spindler

Japanologie
Seit April 2009
(Stipendiaten, 1. April 2009 - 31. Juli 2009)


  • Japanische Außenpolitik
  • Menschenrechte
  • Politische Korruption in Japan
  • Japans ungeklärte Territorialfragen

Dissertationsprojekt:


Menschenrechte in der Außenpolitik Japans von 1982 bis 2008 – eine konstruktivistische Analyse –


Ziel der Arbeit ist es, das diplomatische Vorgehen Japans in der Außenpolitik anhand von Fallbeispielen zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rolle Menschenrechte, als Norm, in Japans Außenpolitik spielen. Dies betrifft unter anderem die Problematik des Umgangs mit Entwicklungshilfezahlungen im Falle von Menschenrechtsverletzungen im Empfängerland, die Problematik von PKO-Einsätzen oder die Frage nach der Entsendung der Selbstverteidigungsstreitkräfte im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus.

Im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen, die überwiegend von Prämissen ausgehen, die sich im Konzept des klassischen oder strukturellen Realismus wiederfinden, wird eine konstruktivistische Analyse der Ereignisse vorgenommen. Es soll überprüft werden, ob der Blick durch die „konstruktivistische Brille“, die vor allem Normen und nur sekundär Interessen als handlungsleitende Motive der internationalen Akteure sieht, bessere Erklärungsmöglichkeiten des Wandels in der Menschenrechtsdiplomatie ermöglicht. Angelehnt an bereits vorhandene konstruktivistische Theoriekonzepte wird ein Modell zur Analyse der japanischen Außenpolitik in Bezug auf Menschenrechte erarbeitet, soziale und rechtliche Normen, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene werden identifiziert und schließlich wird eine Untersuchung der japanischen Menschenrechtsdiplomatie vorgenommen.