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Deutsches Institut für Japanstudien

Christian Weisgerber

Japanologie
Seit März 2009
(Stipendiaten, 1. März 2009 - 31. Juli 2009)


  • Mediale Männlichkeitskonstruktionen unter besonderer Berücksichtigung des Weinens
  • Inhaltliche Strukturen populär-fiktionaler Werke des Gegenwartsjapans

Dissertationsprojekt:


„Wann weint Momotarō? – Theorie und Empirie männlicher Tränenausbrüche in populären fiktionalen Werken der zeitgenössischen japanischen Männlichkeitskultur“ (Arbeitstitel)

Das japanische Märchen Momotarō beschreibt die Geschichte eines Jungen, der, aus einem Pfirsich (Jap.: momo) geboren, von seinem Dorf zur Insel der Dämonen zieht, dort mit Hilfe von dreien auf seiner Wanderung gewonnenen Gefährten den König der Dämonen besiegt und schließlich mit dessen Schatz in sein Dorf zurückkehrt. Der Handlungsstrang genau dieser Geschichte stellt in den Augen der japanischen Essayistin Saitō Minako den Prototyp für genau jene populär-fiktionalen Werke der japanischen Gegenwartskultur dar, die als typisch für den Bereich der Männlichkeitskultur anzusehen sind. Im Rahmen des Dissertationsprojektes soll gezeigt werden, wann und in welcher Weise männliche Charaktere eines durch den „Momotarō-Typus“ definierten populär-fiktionalen Werkes Tränen zeigen bzw. weinen.