Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien

Julian Plenefisch

Japanologie, Geschichtswissenschaft
Seit Oktober 2012
(Stipendiaten, 1. Oktober 2012 - 28. Februar 2013)

plenefisch@dijtokyo.org

  • Politische und Ideengeschichte Japans
  • Politik Japans der Nachkriegszeit
  • Faschismustheorien, Globalgeschichte, Moderne und Geschichte

Das Dissertationsvorhaben hinterfragt, ob Japans Eingliederung in globale Netzwerke und die Entstehung eines nationalen Bewusstseins in Japan erst mit der Landesöffnung durch US-amerikanische Kanonenbootdiplomatie 1853/54 begonnen hat, und betont stattdessen die Interaktionen zwischen japanischen und europäischen Akteuren bereits um 1800 und ihre Auswirkung auf das Denken japanischer Akteure über ‚Japan‘ und die ‚Welt‘. Bereits im 18. Jahrhundert drangen russische Akteure in den Nordpazifik vor und banden so Japan in globale Netzwerke ein.

Das Forschungsvorhaben untersucht die qualitative Veränderung in der Interaktion mit russischen Akteuren um 1800. Die These dieser Arbeit ist, dass aufgrund der qualitativen Änderung der Interaktion ein wachsendes nationales Bewusstsein bei intellektuellen Akteuren in Japan ab 1800 nachweisbar ist. Dazu werden Materialien (Bilder, Karten, wissenschaftliche Aufsätze, politische Schriften) von japanischen Akteuren um 1800 ausgewertet in den historischen Kontext eingebettet.

Julian Plenefisch ist seit April 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Politik und Wirtschaft Japans der Freien Universität Berlin. Er war 2010 Kurzzeitgastdozent an der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London, und von Januar bis März 2012 mit dem Toshiba International Foundation Scholarship Gastwissenschaftler am Sozialwissenschaftlichen Institut (ISS) der Universität Tokyo.