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Deutsches Institut für Japanstudien

Katharina Dalko

Japanologie, Politikwissenschaft
Seit Juni 2019

dalko@dijtokyo.org

Forschungsinteressen: Populismus und Nationalismus, japanische Außen- und Sicherheitspolitik, Verhältnis Medien und Politik

(Arbeitstitel und Kurzvorstellung)

Rechtspopulismus in Japan – Kommunikationsstrategien im Zeitalter der Neuen Medien

Die Rolle der Medien als Vermittler zwischen Politik und Bürgern ist in der wissenschaftlichen Forschung seit jeher von großer Bedeutung. Die Entwicklung der Massenmedien, die Medialisierung nahezu aller gesellschaftlichen Bereiche sowie sich verändernde technischen Voraussetzungen sorgten für einen stetigen Wandel politischer Kommunikation. Insbesondere die aufkommenden Neuen Medien haben Wahlkampfstrategien und die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern stark beeinflusst.

Mit dem wachsenden Erfolg populistischer Strömungen weltweit gewann der politische Einfluss durch Neue Medien in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz für die wissenschaftliche Forschung. Denn populistische Kommunikationsstrategien erwiesen sich in verschiedenen Studien nicht nur als besonders erfolgreich, sondern auch als besonders gut an die sich verändernde Medienlandschaft angepasst. Für den Aufschwung der rechtspopulistischen Akteure in Europa und Nordamerika wird den Medien deshalb sogar eine Mitverantwortung zugesprochen. Gleichzeitig zeigten sich Rechtspopulisten als besonders geschickt darin, soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter für eigene Zwecke zu nutzen.

Auch in Japan etablierten sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf der lokalen wie nationalen politischen Ebene zunehmend populistische Kräfte, die sich insbesondere durch ihre charakteristischen Kommunikationsstrategien auszeichnen. Während zu Wahlerfolgen und Agenda einzelner populistischer Politiker Japans bereits einige wissenschaftliche Beiträge entstanden sind, sind Kommunikationsstrategien japanischer Rechtspopulisten bisher kaum erforscht. Insbesondere der Zusammenhang zwischen neuen Medien und dem Aufkommen populistischer Strömungen wurde bisher außer Acht gelassen. Aus diesem Grund wird sich das folgende Dissertationsprojekt mit der Rolle der Neuen Medien im Kontext des Aufschwungs rechtspopulistischer Politiker in Japan beschäftigen.

Hierzu werden die Erkenntnisse der Medialisierungstheorie zunächst den Merkmalen populistischer Kommunikationsstrategien in Japan gegenübergestellt. Eine Analyse japanischer Blogeinträge mithilfe des digitalen Analysetools TopicExplorer soll weiterhin zeigen, welche Rolle rechtspopulistische Politiker innerhalb der japanischen Blogszene einnehmen. Dabei werden auch die Rezeption und der Einfluss medialer Aktivitäten betreffender Politiker untersucht.

Ausgewählte Publikationen

Artikel

2018
Rechtspopulismus in Japan – Eine thematische Diskursanalyse japanischer Blogeinträge zur Nippon Ishin no Kai
In: Chiavacci, David; Wieczorek Iris (Hg.) Japan 2018 – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. München: iudicium Verlag.

Curriculum Vitae


06/2019 – 11/2019
Stipendiatin am Deutschen Institut für Japanstudien, Tōkyō

seit 10/2018
Doktorandin in der Japanologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale)

seit 07/2018
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätskolleg, Universität Hamburg

11/2017 – 02/2018
Praktikum im Bereich Marketing, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Tōkyō

11/2016 – 10/2017
Mitarbeit in der Online Redaktion, Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF), Berlin

09/2016 – 12/2017
Wissenschaftliche Hilfskraft in der Japanologie und in der Informatik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale)

09/2015 – 08/2016
Auslandsjahr: Global Studies, Sophia Universität, Tōkyō

10/2014 – 04/2018
Master of Arts: Japanologie und Politikwissenschaft (2 HF), Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg, Halle (Saale)

10/2013 – 04/2014
Auslandssemester: Japanologie, Tōkyō Gakugei Universität

10/2010 – 07/2014
Bachelor of Arts: Ostasienwissenschaft mit Schwerpunkt Japanologie; Religionswissenschaften (NF), Universität Hamburg