Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien
Raymond Yamamoto

Raymond Yamamoto

Raymond Yamamoto
Politikwissenschaft
Seit September 2014
(Stipendiaten, 1. September 2014 - 31. März 2015)

yamamoto@dijtokyo.org

Sicherheitspolitische Aspekte der japanischen ODA (Official Development Assistance).

Mit der Abe-Administration wird die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend in die Sicherheitspolitik Japans eingebunden. Während man bisher das Prinzip der politischen Neutralität in internationalen Konflikten verfolgte, stärkt Japan immer offener die Küstenwachen seiner Nachbarländer gegen den wachsenden Einfluss Chinas im Südchinesischen Meer.

Diese Maßnahmen sind eine deutliche Abkehr der bis dahin geltenden Strategie der umfassenden Sicherheit Japans, die das Konzept von soft power spiegelte. Insbesondere durch die Finanzierung von Patrouillenbooten, die lt. Definition des Wirtschafts- und Handelsministeriums als Waffen deklariert sind, überschreitet Japan deutlich seine pazifistischen Grundsätze, die sowohl in der ODA Charter von 2003 als auch in seiner Verfassung verankert sind.

Diese Arbeit versucht die Ursachen für diesen Wandel zu erklären. Dabei werden drei Perspektiven eingenommen, die mit den führenden Theorien der internationalen Beziehung korrespondieren: Realismus (Sicherheit), Liberalismus (Institutionen), Konstruktivismus (Normen).