Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien
Ruth Achenbach

Ruth Achenbach

Ruth Achenbach
Japanologie/Sinologie/Rechtswissenschaften
Seit September 2011
(Stipendiaten, 1. September 2011 - 30. November 2011)
  • Internationale Migration nach Japan
  • Netzwerktheorie, Kapitalformen

 

Dissertationsprojekt:

Von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt – Wandel in der Nutzung und der Funktion von unterschiedlichen Kapitalformen für junge Chinesen in Japan

Chinesen bilden die größte Gruppe unter den Zuwanderern in Japan. Die „neue“ Generation chinesischer Migranten unterscheidet sich u.a. durch höhere finanzielle Mittel und bessere Ausbildung von ihren Vorgängergenerationen in Japan. Allerdings ist während des Studiums das soziale Kapital der chinesischen Migranten häufig wenig ausgeprägt, kulturelle Kenntnisse werden erst vor Ort erworben und schrittweise vertieft. Auch längere Aufenthalte an japanischen Universitäten führen zu keiner Diversifizierung der Netzwerke oder zu einer Steigerung des sozialen Kapitals. Erst nach dem Eintritt ins Berufsleben verändert sich diese Bild und das soziale Kapital steigt.

Das Projekt analysiert die Funktionen verschiedener Kapitalformen im Migrationsprozess hochqualifizierter chinesischer Migranten. Dazu gehören Humankapital sowie finanzielles, kulturelles und soziales Kapital. Ein Modell zur Erklärung der Funktionen und Wechselwirkungen der Kapitalformen wird auf die Übergangsphase zwischen universitärer Bildung und Berufsleben der jungen Chinesen angewandt. Das Projekt stützt sich auf empirisch erhobene Daten aus Interviews mit Fallgruppenvertretern, Experten aus Politik, Wirtschaft und Bürokratie, außerdem auf Datenmaterial von japanischen Ministerien und internationalen Organisationen sowie aktuellen Publikationen im Bereich der Migrationssoziologie.