Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien

Stefanie Reitzig

Soziologie, Japanologie
Seit April 2014
(Stipendiaten, 1. April 2014 - 31. Juli 2014)

reitzig@dijtokyo.org

Dissertationsprojekt
Arbeitstitel: „Familiale Esskultur in Japan: Die Ernährungsversorgung erwerbstätiger Mütter im Spiegel ihres Arbeits- und Lebensalltags“

Gegenwärtig ist der Spagat zwischen Arbeit und Familienleben ein gängiger Lebensentwurf japanischer Mütter und Ehefrauen, die um die Verwirklichung einer zufriedenstellenden „Work-Life-Balance“ bemüht sind. Heutzutage bietet die Arbeitswelt eine Vielzahl von möglichen Strategien Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Haushaltstätigkeiten aufeinander abzustimmen. Systeme von z.B. flexiblen Arbeitszeiten oder Telearbeit (home office) ermöglichen einer erwerbstätigen Mutter (waakingu mazaa) ihrer Profession weiterhin nachzugehen und zur selben Zeit ihre Rolle als Kindererzieherin, Pflegerin, Hausfrau (shufu) und familiale Ernährungsversorgerin auszuüben.

Ziel dieser Arbeit ist es die Faktoren zu erfassen, die die gegenwärtige Ernährungsversorgung erwerbstätiger Mütter beeinflussen und ihre Strategien des familialen Mahlzeiten-Managements zwischen Arbeits- und Familienalltag sowie ihrer Freizeit zu begreifen. Basierend auf den Essalltagsstudien der Ökotrophologinnen Ingrid-Ute Leonhäuser et. al. und Uta Zander soll eine Typologie japanischer Ernährungsversorgerinnen entstehen, die sich u.a. in Erwerbsart, Sozialisation, Prioritätensetzung auf Familie oder Karriere, Einstellungen zur Ernährung, Zeitbudget und persönlichen Interessen unterscheiden.