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Deutsches Institut für Japanstudien

Daniel Dirks

Economics
Since December 1994
(Researchers, December 1, 1994 - December 31, 1998)

Anpassungsverhalten japanischer Unternehmen an wirtschaftliche Krisen und Internationalisierung der japanischen Wirtschaft:


– Änderungen im strategischen Verhalten


Japanische Unternehmen haben in der Vergangenheit ausgeprägte Marktanteilsstrategien verfolgt, zum Teil auf Kosten von Produkt- und Umsatzrentabilitäten. Mit dem Ende der bubble economy seit 1990/91 und der seitdem andauernden Phase unterdurchschnittlicher Wachstumsraten auf den wichtigsten Märkten im In- und Ausland besteht nun die Aufgabe, Unternehmensstrategien neu zu formulieren und dabei die unterschiedlichen Interessengruppen, insbesondere die Kapitalgeberseite, stärker zu berücksichtigen.


– Organisatorische Anpassungsmaßnahmen


Unternehmensstrategien können nicht unabhängig gesehen werden von den Organisationsstrukturen, die der Umsetzung dieser Ziele dienen. In der öffentlichen Diskussion in Japan wird deshalb in jüngster Zeit eine stärkere Ausrichtung an Rentabilitätsvorgaben und der Überprüfbarkeit individueller Leistungsbeiträge in den Unternehmen gefordert. Andererseits sollte nicht übersehen werden, daß in der Vergangenheit ein wesentlicher Teil der Wettbewerbsfähigkeit japanischer Firmen gerade ihrer spezifischen Struktur und der Art der in ihnen vollzogenen Informations- und Entscheidungsprozesse zugeschrieben wurde. Jede Umstrukturierung in diesem Bereich muß somit gleichzeitig der historischen Erfahrung, den gewachsenen Organisationskulturen und den aktuellen Anforderungen zunehmend globalisierter Märkte gerecht werden.


– Personalpolitik


Ein Vergleich gegenwärtiger Anpassungsmaßnahmen im Personalbereich mit früheren Abschwungphasen verdeutlicht, daß japanische Unternehmen weiterhin prinzipiell eine Politik der Beschäftigungssicherung ohne nennenswerte Entlassungen im Kernbereich der Belegschaften verfolgen. Dabei kommt eine ganze Reihe alternativer Instrumente zum Einsatz, deren relative Gewichtung sich in den letzten Jahren allerdings zugunsten eines umfangreichen Personaltransfers zwischen Unternehmen zu verschieben beginnt.

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