Neues Buchkapitel von David M. Malitz zu Buddhismus und japanisch-siamesische Beziehungen

DIJ-Forscher David M. Malitz hat das Kapitel “‘Länder der gleichen Religion’? Der Buddhismus und die japanisch-siamesischen Beziehungen im Zeitalter der absoluten Monarchie Siams” beigetragen zum Sammelband Wege, Sehepunkte, Panoramen. Japanologische Festschrift für Klaus Vollmer (Hg. Steffen Döll, Hamburg: Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens). Das Kapitel untersucht die Rolle des Buddhismus in der frühen Phase der modernen japanisch-thailändischen Beziehungen und stützt sich dabei auf Primärquellen aus Japan und Thailand. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zeitraum von der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen im Jahr 1887 bis zur Verfassungsrevolution von 1932. Obwohl der Buddhismus häufig als gemeinsamer kultureller und religiöser Bezugspunkt herangezogen wurde, zeigt das Kapitel, dass auch doktrinäre Unterschiede und divergierende klösterliche Praktiken zwischen den japanischen Mahāyāna-Schulen und dem siamesischen Theravāda-Buddhismus eine entscheidende Rolle spielten, um Fragen der nationalen Identität, der Hierarchie in den Außenbeziehungen, der Modernität und der politischen Legitimität innerhalb der buddhistischen Welt zu verhandeln. Die Festschrift ehrt den seit Sommer emeritierten Japanologen Klaus Vollmer (LMU München).