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DIJ-Soziologin Barbara Holthus in ZDF-Dokumentation „Weltstädte: Tokyo“

Screenshot ZDF

In der neuen Folge Tokyo der ZDF-Reihe „Weltstädte“ spricht DIJ-Soziologin Barbara Holthus über Einsamkeit junger Menschen in der japanischen Hauptstadt und erklärt, dass niedrige Gehälter, lange Arbeitsstunden und die eigene, kleine Wohnung zum Einsamkeitsgefühl beitrügen: „Die jungen Leute haben sehr wenig Geld und dann leben sie in ganz kleinen Wohnungen und haben wenig menschliche Beziehungen, wenn sie denn mal nach der langen Arbeit nach Hause kommen.“ Gleichzeitig boomten Tiercafés und der Haustiermarkt. Wie Barbara Holthus erklärt, böten Tiercafés dabei nicht nur Möglichkeiten zum Konsum und zur Unterhaltung, sondern könnten auch das Bedürfnis nach körperlicher Nähe erfüllen: “ein bisschen Austausch mit etwas Lebendem”. Haustiere würden von vielen als gleichwertige Familienmitglieder und Ersatz für menschliche Beziehungen verstanden. Die ganze Folge „Tokyo“ ist in der ZDF-Mediathek verfügbar.