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Deutsches Institut für Japanstudien

Daniela Rechenberger

Politics
Since April 2002
(PhD Students, April 1, 2002 - September 30, 2002)

Dissertationsvorhaben


Die „Comfort Women“-Problematik. Analyse ihrer Berichterstattung in den japanischen Medien 1991-2002.


Das Verhältnis Japans zu seinen asiatischen Nachbarn ist in den letzten zehn Jahren zu einem zentralen Thema der innerjapanischen Auseinandersetzung geworden. Dabei steht die Frage nach einer eher westlichen oder asiatischen Orientierung des japanischen Selbstverständnisses im Zentrum der Debatte. Das größte Hindernis zur Annäherung an Korea und China stellte bislang die japanische Kriegsvergangenheit dar. In diesem Zusammenhang ist die „Comfort Women“-Problematik von zentraler Bedeutung.


In der Auseinandersetzung um die Kriegsverantwortung fordern die asiatischen Nachbarn seit Jahrzehnten eine öffentliche Entschuldigung und Wiedergutmachung. Beides ist bislang unterblieben, vielmehr scheint sich die Sichtweise in Japan zu der Thematik kaum verändert zu haben. Wird diese Haltung von der Berichterstattung in den Medien unterstützt?


Das Promotionsvorhaben zielt darauf ab, anhand der Analyse der Berichterstattung über die „Comfort Women“-Problematik in den japanischen Medien anzufertigen. Eine Medienanalyse der Thematik erscheint von besonderer Bedeutung, da die Medien einerseits Werte und Einstellungen der japanischen Bevölkerung reflektieren, andererseits aber auch einen entscheidenden Einfluss auf sie ausüben können. Da das japanische Fernsehen kaum über die „Comfort Women“-Problematik berichtet hat, soll das zu untersuchende Material aus Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften bestehen. Die Hauptfrage ist, wie häufig und in welcher Weise in den Printmedien über die „Comfort Women“-Problematik berichtet wurde, seitdem die Problematik 1991 in der japanischen Öffentlichkeit aufgetaucht ist.