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Deutsches Institut für Japanstudien
SS und Samurai

Details

2014, ISBN 978-3-86205-043-7, € 148.-, iudicium Verlag, München, 1311 S.

Authors

Bieber, Hans-Joachim

Reviews

Dr. Gerhardt Krebs
SS und Samurai Jahrbuch für Europäische Überseegeschichte, 15 (2015)
pp. 315-318

Mehl, Margaret
SS und Samurai Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 253:1 (2016)
pp. 170-172

Dr. Ulrich Lins
SS und Samurai OAG Notizen Okt 2015
pp 52-57
www.oag.jp/images/reports/Notizen1510-Lins.pdf

Franz, Edgar
SS und Samurai OAG Notizen Sept 2015
pp. 54-55
www.oag.jp/images/reports/Notizen_1509-Rez_Franz.pdf


SS und Samurai

Deutsch-japanische Kulturbeziehungen 1933–1945

SS und Samurai

Dieses Buch zeigt, wie das politische und militärische Bündnis zwischen Deutschland und Japan in der NS-Zeit kulturpolitisch flankiert wurde: in der Publizistik mit der Konstruktion vermeintlicher historischer und kultureller Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ländern, u.a. zwischen Samurai und SS; mit der Produktion gemeinsamer Filme; mit Auftritten japanischer Künstler in Deutschland und dem Versuch, Elemente japanischer Alltagskultur wie das Go-Spiel in Deutschland heimisch zu machen; ab 1937 mit Austauschprogrammen für Funktionäre von Sport- und anderen Massenorganisationen, für Journalisten, Mediziner und Juristen, vor allem aber für Jugendliche und Studenten, die das deutsch-japanische Bündnis in Zukunft tragen sollten. In Japan warb das „neue Deutschland” auch mit großen Ausstellungen für sich und drang mit tatkräftiger Unterstützung der dortigen NS-Organisationen darauf, die wenigen Deutschen jüdischer Herkunft, die an japanischen Hochschulen lehrten, aus ihren Ämtern zu vertreiben.

Ab 1938/39 wurden Pläne für eine weitere Intensivierung der Kulturbeziehungen durch die Kriege in Ostasien und Europa obsolet. Dafür versuchten in Deutschland jetzt Publizistik, Filme, Theater, Belletristik und sogar Konzertveranstalter und Komponisten, die Verbundenheit mit Japan lebendig zu erhalten und den Heroismus und Opfergeist japanischer Soldaten als vorbildlich darzustellen. Und noch Ende 1944 wurden bildungspolitische Vorbereitungen für eine von Deutschland und Japan dominierte Nachkriegswelt getroffen.

Ein Schlusskapitel beschreibt, wie rasch die Wirkungen der nationalsozialistischen Japan-Propaganda nach 1945 verflogen und was aus ihren Protagonisten wurde.

 

Inhaltsverzeichniss

  • Einletung17
  1. Kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und Japan vor 191432
  2. Die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan 1914-193373
  3. Der Beginn von Veränderungen in den kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan 1933153
  4. Deutsch-Japanische Kulturbeziehungen 1934/35 in Deutschland: Annäherung und Distanz208
  5. Deutsche Selbstdarstellung und Kulturpolitik in Japan 1934/35277
  6. Deutschland und Japan 1936: Politische Annäherung und kulturelle Kooperation373
  7. Intensivierung der Deutsch-Japanischen Kulturbeziehungen zwischen Antikominternpakt und Frühjahr 1938442
  8. Ansätze zur Ausweitung der Deutsch-Japanischen Kulturbeziehungen 1938534
  9. Neue Zielgruppen und Mittel Deutsch-Japanische Kulturbeziehungen Zwischen Kulturabkommen und Enfesselung des Krieges in Europa612
  10. Vereisung und Wiederbelebung der Deutsch-Japanische Kulturbeziehungen zwischen Hitler-Stalin-Pakt und Dreimächtepakt (August 1939- September 1940)681
  11. Deutsch-Japanische Kulturbeziehungen zwischen Dreimächtepakt und Pearl Harbor (September 1940 bis Dezember 1941): Neue Vorhaben und zunehmende Schwierigkeiten764
  12. Von Pearl Harbor bis Anfang 1943854
  13. Deutsch-Japanische Kulturbeziehungen im Zeichen der Drohenden Niederlage in Deutschland von Ende 1943 bis Ende 1944983
  14. Deutsch-Japanische Kulturbeziehungen in Japan von Anfang 1943 bis Ende 19441018
  15. Das Ende 19451051
  • Bilanz 19451071
  • Epilog: NACH 19451082
  • Abkürzungen1168
  • Quellen- und Literaturverzeichniss1170
  • Namensregister1250
  • Orts- und Sachregister1268
  • Abbildungen1283