Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien
Benjamin Rabe

Benjamin Rabe

Benjamin Rabe
Sozialwissenschaften, Ostasienstudien
Seit März 2018
(Stipendiaten, 1. März 2018 - 31. Juli 2018)

rabe@dijtokyo.org

Die Entwicklung von regionalen Innovationsclustern in Japans High-Tech Sektor und die Effekte ihrer Kooperation mit deutschen Industrieclustern

Ziel seines Dissertationsprojekts ist es, die Prozesse nachzuvollziehen, welche zur Formation von regionalen Innovationsclustern in Japans High-Tech Sektor geführt haben und diese, innerhalb des Diskurses über institutionelle (Macht-) Verschiebungen zwischen der Zentralregierung in Tokio und den lokalen Verwaltungen, zu verorten. Der Begriff Innovationscluster beschreibt dabei die Zusammenarbeit zwischen einer Vielzahl von Akteuren (z.B. Universitäten, Firmen, Banken, Stadtverwaltungen, etc.) mit dem Ziel nachhaltig neue Technologien zu entwickeln, welche zur Grundlage sicherer Beschäftigung und dem Wachstum neuer Firmen in der Region führen sollen.

Im Laufe des Projektes stellte sich heraus, dass besonders die Kooperation solcher Cluster mit ausländischen Partnern ein entscheidender Faktor für ihre Entwicklung ist. Die Fallstudien der Dissertation (Cluster für organische Elektronik in Yonezawa, Optonext Cluster für Optik und Photonik in Hamamatsu) und ihre jeweiligen Kooperationen mit deutschen Industrieclustern wurden im Rahmen des BMBF Wettbewerbs für die Förderung der Internationalisierung von Spitzenclustern für langfristige Unterstützung ausgewählt. Aus der Perspektive dieser gesicherten Langzeitförderung ergibt sich die Chance Effekte stabiler, internationaler Kooperation auf die Entwicklung japanischer Innovationscluster, trotz ihrer Unterschiede im Hinblick auf Technologien, regionale Infrastrukturen und institutionelle Rahmenbedingungen, zu vergleichen.

Der methodische Kern der Forschung besteht neben den benannten vergleichenden Fallstudien aus einer Aufarbeitung des industriepolitischen Hintergrundes der Entstehung japanischer Innovationscluster und aus Experteninterviews mit den Akteuren auf deutscher und japanischer Seite, welche die Kooperation organisieren. Beispiele dafür sind unter anderem Clustermanager, regionale Banken, Universitäten, Firmen, Präfektur- und Stadtverwaltungen und die betroffenen Ministerien.