Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
日本語EnglishDeutsch
Deutsches Institut für Japanstudien

Ingrid Mackensen

Japanese Studies
Seit April 2016
(Stipendiaten, 1. April 2016 - 31. Januar 2017)

mackensen@dijtokyo.org

Post-2011-Architektur. Räumliche Entwicklungen im Katastrophengebiet Tohoku

Das Forschungsprojekt möchte die architektonischen Entwicklungen an der Nordostküste Japans in Folge des Erdbebens und des Tsunami 2011 analysieren. Primärer Forschungsgegenstand sind bereits realisierte Bauobjekte in Tohoku.

Unabhängig von offiziellen Wiederaufbaumaßnahmen der japanischen Regierung,entstehen seit der Katastrophe eine Vielzahl architektonischer Projekte, die sich an der Alltagspraxis der Bewohner orientieren und sich auf eine nachhaltige Rehabilitation der Kultur und etablierten Identität in der Region Tohoku konzentrieren. Das Krisenbewusstsein der Architekten richtet sich vorwiegend auf langfristige Probleme des Katastrophengebiets wie Abwanderung,Überalterung und eine nachlassende Wirtschaftskraft.

Die Projekte der japanischen Architekten sollen hinsichtlich einer Verbindung zwischen räumlicher Gestaltung und gesellschaftlicher Rehabilitation untersucht werden. Darüber hinaus werden die Entwicklungen in Tohoku in den Kontext der jüngeren japanischen Architekturgeschichte gesetzt, in der seit dem Erdbeben in Kobe 1995 ein vermehrtes Interesse an humanitären Projekten zu beobachten ist.

Das Projekt ist an der Schnittstelle zwischen kulturwissenschaftlicher und architekturhistorischer Studie einzuordnen.