Johanna Fritzi Momm
Johanna Fritzi Momm promoviert an der Freien Universität Berlin, wo sie sich auf Menschenrechtsdiskurse im japanischen Parlament fokussiert. Ihre Forschungsinteressen beinhalten transkulturelle soziale Bewegungen, diskursive Machtdynamiken, „mixed methods“ in den Sozialwissenschaften und Kritische Theorie.
In ihrer Dissertation untersucht Johanna Mechaniken diskursiver Veränderungen beispielhaft am Menschenrechtsdiskurs in Japan. Ihre Studie benutzt “mixed methods”, um den politischen Diskurs qualitativ und quantitativ zu kartographieren, um dann nachzuvollziehen, wie Diskursverschiebungen passiert sind. Durch die Untersuchung davon, wie Sprache über Menschenrechte von Politiker*innen und deren Kontext geformt wird, bringt sie die akademischen Felder der sozialen Bewegungsforschung, Rechtswissenschaften, Politikwissenschaften, Philosophie und Kulturwissenschaften zusammen. Dieser interdisziplinäre Ansatz hilft Menschenrechte in der heutigen japanischen Gesellschaft in einer Welt, in welcher liberale Werte zunehmend unter Druck gesetzt werden, zu verstehen.
Am DIJ wird sich Johanna mit Expert*inneninterviews beschäftigen und von ihren Kolleg*innen im Feld zu lernen.