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Deutsches Institut für Japanstudien

Juliane Schulz

Japanologie/Sozialwissenschaften
Seit März 2015
(Stipendiaten, 1. März 2015 - 30. Juni 2015)

schulz@dijtokyo.org

  • Soziale Bewegungen
  • Subjektorientierte Soziologie
  • Zivilgesellschaft/Direkte Demokratie in Japan 

Japans „neue“ neue soziale Bewegungen – Mobilisierungs- und Handlungsstrategien zur Ausweitung der direkten Demokratie in Japan: Die Bürgergruppe Minna de kimeyō ‚genpatsu‘ kokumin tōhyō (Arbeitstitel)

Eine der neuen sozialen Bewegungen, die nach der Dreifachkatastrophe 2011 in Japan entstanden ist, ist die Bürgergruppen Minna de kimeyō ‚genpatsu‘ kokumin tōhyō. Diese Bürgergruppe fordert, in die Entscheidung über die Zukunft der Kernenergie auf lokaler/kommunaler und nationaler Ebene direktdemokratische Elemente einzubeziehen. Das primäre Ziel der Bürgergruppe ist jedoch nicht die Abschaffung der Kernenergie an sich, sondern die Aufklärung und die Mobilisierung der Bürger, sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen und die direktdemokratische Einflussnahme als Mittel der Partizipation einzufordern. 
Am Fallbeispiel der Bürgergruppe Minna de kimeyō ‚genpatsu‘ kokumin tōhyō wird in diesem Dissertationsprojekt untersucht, ob die Aktivitäten neuer sozialer Bewegungen zu einer Ausweitung der direkten Demokratie in Japan führen können. Hierzu werden Treffen der Bürgergruppe in Form von teilnehmenden Beobachtungen untersucht und mit Mitgliedern der Bürgergruppe qualitative Interviews geführt.