Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien
Wiebke Grimmig

Wiebke Grimmig

Wiebke Grimmig
Ethnologie
Seit April 2014
(Stipendiaten, 1. April 2014 - 31. März 2015)

grimmig@dijtokyo.org

Forschungsinteressen: Biographieforschung, Gender, Katastrophenforschung, Identitätsdiskurs, Emotionsforschung, Transformationsprozesse

Fukushima als Wende? – Katastrophenerfahrung und Emotionen im Spiegel von Künstlerbiographien im gegenwärtigen Japan

Nach den Ereignissen vom März 2011 und der immer stärkeren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen wie politischen Folgen, sowohl für Japan als auch für die restliche Welt, beleuchtet dieses Projekt die Auswirkungen der Katastrophe auf die Biographien von jenen Akteuren, die sich besonders intensiv mit diesen Ereignissen und den (gesellschaftlichen) Auswirkungen auseinandersetzen: den Künstlern. Die Neuentdeckung der eigenen Arbeit und Fähigkeiten als Hilfestellung für andere in der Auseinandersetzung mit ihren Emotionen machen sie zu zentralen Akteuren der Traumabewältigung, politischen Veränderungen und dem Diskurswandel auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

Als Akteure, die sich in einem internationalen Kontext bewegen, stehen Künstler an einer Schnittstelle der Informationsbeschaffung durch deren Übersetzung in ihrem Wirken sie einen wichtigen Anstoß zur gesellschaftlichen Diskussion über aktuelle Themen liefern.

In diesem Projekt soll die Bedeutung der Geschehnisse für ihren eigenen Lebenswandel und ihre gesellschaftliche (Selbst-)Verortung erfasst werden, um einen Eindruck von ihrem Einfluss auf den japanischen Diskurs gewinnen zu können.