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Deutsches Institut für Japanstudien

Eheliches Glück und Unglück: Eine Diskursanalyse japanischer Frauenzeitschriften

Marital happiness and discordSeit Beginn der 1970er Jahre hat sich in Japan das Heiratsverhalten dahingehend verändert, dass die Zahl der Eheschließungen stetig sinkt und gleichzeitig das Heiratsalter ansteigt. Insgesamt gibt es eine Zahl von Standarderklärungen im akademischen Diskurs, wie es um die Ehe und Meinungen zur Ehe in Japan steht. Jedoch sind die Gründe für das veränderte Eheverhalten und die Meinungen zur Ehe weder monokausal noch ausschöpfend ergründet. Viele Studien sehen diese Veränderungen hauptsächlich von Frauen initiiert.

Interviews, Umfragen und ethnographische Feldforschung zählen in der Wissenschaft zu den üblichen Methoden, um die Vorstellungen von Frauen bezüglich Ehe und Mutterschaft zu verstehen. Weitgehend ausgespart wurde bisher jedoch die Analyse von Medien, die sich – wie zum Beispiel Frauenzeitschriften – explizit an ein weibliches Publikum wenden und als Sozialisationsinstanzen für ihre Leserschaft agieren.

Diese Forschungslücke wird in diesem Projekt anhand einer qualitativen und quantitativen Inhaltsanalyse von Ehediskursen in Frauenzeitschriften geschlossen. Wie haben sich die Konstruktionen von ehelichem Glück und Unglück und die Einstellungen bezüglich des Timings von Ehe und Mutterschaft in den Jahrzehnten seit 1970 verändert? Diese und weitere Fragen sollen in dem Projekt beantwortet werden.

Personal

Barbara Holthus Barbara Holthus
(Soziologie)
Stellvertretende Direktorin

Verwandte Forschungsprojekte oder -programme

Glück und Unglück in Japan: Kontinuitäten und Diskontinuitäten

Ausgewählte Publikationen

Herausgeberschaft

2009
Paarbeziehungen in japanischen Frauenzeitschriften seit 1970: Medien und Geschlecht in Japan. DIJ-Publikationen. Lewiston, New York: The Edwin Mellen Press. 624 S.