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Deutsches Institut für Japanstudien

Sexismus und Karriereambitionen japanischer Universitätsstudenten

Ein bemerkenswertes Ergebnis experimenteller Studien zu Geschlechtsunterschieden in Karriereambitionen und Arbeitsleistung ist, dass Frauen immer dann niedrigere Motivation und Leistung zeigen, wenn die Aufgabenstellung explizit auf mögliche Geschlechtsunterschiede hinweist. Dieser Effekt ist robust nachweisbar unabhängig davon, ob der Hinweis in eine negative (hostile sexism), positive (benevolent sexism), oder neutrale Bewertung der jeweiligen Unterschiede integriert ist. Tatsächlich ist es sogar so, dass sich bei Experimenten im westlichen Kontext die Erwähnung typisch „weiblicher“ Tugenden wie z.B. Kompromissbereitschaft oder Einfühlungsvermögen besonders negativ auf die nachfolgende Arbeitsleistung weiblicher Teilnehmer auswirkt.

Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, diese Studien anhand einer Stichprobe von Studenten im japanischen Kontext zu replizieren, um Planspiel-Elemente aus dem Management-Kontext zu erweitern und gleichzeitig einen Überblick über Prävalenz und Auswirkungen sexistischer Grundeinstellungen in Personalauswahlsituationen zu erstellen.

Personal

Ehemalige Mitarbeiter

Tobias Söldner Tobias Söldner
(Psychologie, Transkulturelle Persönlichkeitsforschung)

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