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Deutsches Institut für Japanstudien
Andere Welten? Jugend in Japan und Deutschland im Vergleich

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Veranstaltungsort

National Olympics Memorial Youth Center, International Conference Hall
3-1 Yoyogi Kamizono-cho, Shibuya-ku, Tokyo 151-0052


Zugang

Co-organizer

Friedrich-Ebert-Foundation (FES)



Andere Welten? Jugend in Japan und Deutschland im Vergleich

27. April - 28. April 1999

Ziel des Symposiums war es, Jugend und ihre Repräsentanz in derJugendforschung der letzten zwanzig Jahre in Deutschland und Japan zu vergleichen. Das Thema „Andere Welten“ spricht dabei verschiedene Dimensionen des Vergleichs an. Die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan, die Besonderheiten des Lebens und Denkens der Jugendlichen im Vergleich zur Generation ihrer Eltern und Lehrer, aber auch die Differenzen zwischen weiblichen und männlichen Lebenswelten wurden in diesem Symposium untersucht und kritisch bewertet. Themenbereiche wie der Wandel von Geschlechterrollen, Jugendprobleme, jugendlicherAlltag und Identität wurden anhand aktueller Beispiele aus Deutschland und Japan einander gegenüber gestellt. Das Symposium förderte Kommunikationsprozesse zwischen deutschen und japanischen Experten. Verschiedene Herangehensweisen an vergleichbare Probleme schufen ein neues Verständnis der Lage von Jugendlichen und schufen eine Voraussetzung fürdie Entwicklung von Strategien für Prävention und Problemlösungen.


Als Begleitprogramm wurden im Foyer zwei Fotoausstellungen von und über japanische und deutsche Schüler gezeigt:
                 I. Vor den Toren des Lebens – bald erwachsen: Eine Schulklasse in Deutschland.
                    (Peter Hacker, Gesamtschule Bonn-Beuel)
                 II. The Way We Are. Japanese High School Students‘ Lives.
                    (The Japan Forum, Fotowettbewerb)

Vorträge

Tag 1         27. April (Dienstag)

9:30
Eröffnung der Konferenz

9:45
Keynote Speech

Leben in "anderen Welten" - Erwartungen an japanische Jugendliche heute

Atsushi Kadowaki, Universität Tsukuba

10:45
Panel 1: International vergleichende Jugendstudien

Paper 1: Soziale Integration von Jugendlichen in der Gesellschaft: Möglichkeiten des Vergleichs zwischen Japan und Deutschland

Susanne Kreitz-Sandberg


Deutsches Institut für Japanstudien

Paper 2: Jugendbilder und soziale Institutionen in Deutschland und Japan - eine Untersuchung von elterlichen Erziehungsvorstellungen

Chisaki Toyama-Bialke, Universität Tokyo

14:00
Panel 2: Übergang junger Frauen von der Schule in den Beruf

Paper 1: Neue Selbstbilder junger Frauen - alte Übergangswege in den Beruf. Zum Spannungsverhältnis von Wandel und Beharrung im Geschlechterverhältnis in Deutschland

Helga Krüger, Universität Bremen

Paper 2: Gender Track: Schulkultur und die Wahl von Bildungsgängen junger Frauen in Japan

Yūko Nakanishi, Musashi Universität

16:15
Panel 3: Identitätsfragen bei jungen Männern

Paper 1: Männliche Jugend in Japan: Wandel von Geschlechterrollen und Gender-Beziehungen

Futoshi Taga, Universität Kurume

Paper 2: Werte von Studenten in kritischen Moralfragen: eine empirische Untersuchung in Deutschland und Japan

Makoto Kobayashi, Keiō Universität/ DAAD

Tag 2         28. April (Mittwoch)

9:15
Einführungsvortrag für den zweiten Konferenztag. Schwerpunktthema: Jugendprobleme und Gesellschaft

Integration und Ausschluß: Soziale Bedingungen von Jugendproblemen und Gewalt

Wilhelm Heitmeyer, Universität Bielefeld

10:15
Panel 4: Gewalt als soziales Problem

Paper 1: Wandel von Jugendproblemen und Maßnahmen ihrer Bewältigung in Japan

Hideo Tokuoka,Universität Kyōto

Paper 2: Jugenddevianz - Indikator für Desintegration in Deutschland und Japan?

Gesine Foljanty-Jost, Universität Halle

13:30
Panel 5: Jugendarbeitslosigkeit

Paper 1: Steigende Jugendarbeitslosigkeit in Japan - neue Probleme beim Übergang von der Schule in den Beruf

Reiko Kosugi, The Japan Institute of Labor

Paper 2: Gewöhnung an ein bekanntes Phänomen? Gesellschaftliche und individuelle Bewältigungsstrategien von Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland

Monika Sommer, Deutsche Botschaft Tokyo

15:45
Abschlußdiskussion am Runden Tisch