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Deutsches Institut für Japanstudien

Fertilität und soziale Stratification


In Fortführung der im November 2008 von Barbara Holthus und Axel Klein durchgeführten internationalen Konferenz zum Thema Fertility and Social Stratification – Germany and Japan in Comparison beleuchtet dieses Projekt die Zusammenhänge von Fertilitätsentwicklung in einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen und politischen Maßnahmen zur Steigerung der Geburtenrate. Vor dem Hintergrund der internationalen Debatte über die Entwicklung und Ausprägung des japanischen Sozialsystems wird hier die Arbeitsthese überprüft, nach der die ökonomischen Kosten von Kindern (Lebensunterhalt, Erziehung & Ausbildung etc.) eine Entscheidung gegen Nachwuchs erzwingen. Besonders betroffen ist davon die wachsende Gruppe junger Menschen, die in oft unstabilen und niedrig entlohnten Arbeitsverhältnissen tätig sind, gleichzeitig aber von Seiten des Staates trotz anderslautender Rhetorik nur unzureichende Unterstützungsleistungen angeboten bekommen. Diese Auffassung steht im Kontrast zu den Ergebnissen zahlreicher Studien, die Japans Sozialstaat ein durchaus substantielles Leistungsniveau attestieren, unserer Ansicht nach aber den Aspekt pronatalistischer Politik ausklammern bzw. nur unzureichend behandeln. Als konkrete Untersuchungsobjekte dienen zunächst der Politikfindungsprozess und seine Akteure einerseits, sowie die Gruppe der einkommensschwachen jungen Menschen andererseits.

Personal

Barbara Holthus Barbara Holthus
(Soziologie)
Stellvertretende Direktorin

Ehemalige Mitarbeiter

Axel Klein Axel Klein
(Japanologie, Politikwissenschaft)

Verwandte Forschungsprojekte oder -programme

Herausforderungen des demographischen Wandels

Ausgewählte Publikationen

Events

6. November 2008
Symposien und Konferenzen
Fertility and Social Stratification - Germany and Japan in Comparison -