Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien

Kooperationspartner

Professor Naoto Higuchi, Waseda Universität

Gender und soziale Bewegungen nach 3.11

 seit Mai 2011

Nach der Dreifachkatastrophe bildeten sich Hunderte von sozialen Bewegungen, um ihre Stimme gegen Kernkraft und für einen besseren Schutz vor Radioaktivität zu erheben. Im Sommer 2012 erreichten öffentliche Protestaktionen in Japan einen Höhepunkt. Dieser wird oft auch als Wiedergeburt sozialer Bewegungen in Japan bezeichnet. Das sich diesem Thema widmende Forschungsprojekt ist sowohl qualitativer als auch quantitativer Art. Die teilnehmende Beobachtung bei einer auf den Schutz von Kindern fokussierten Gruppe (kodomo o mamorukai) ist größtenteils qualitativer Natur, in Verbindung mit der Inhaltsanalyse der Mailingliste der Gruppe sowie einer Umfrage unter den Mitgliedern. Viele Mitglieder dieser Gruppe sind Eltern, vor allem Mütter von Vorschulkindern. Quantitative Forschung ist möglich durch die Mitgliedschaft in einer von Professor Higuchi Naoto (Waseda Universität) geleiteten Forschergruppe. Die statistische Auswertung einer im Jahr 2017 durchgeführten Umfrage unter knapp 80.000 im Großraum Tokyo lebender Japanerinnen und Japaner zur Mobilisation und Teilnahme an sozialen Bewegungen seit dem 11. März 2011 steht hier im Mittelpunkt. Diese umfangreichen Daten zu politischen und persönlichen Werten und Einstellungen zeigen unter anderem signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern.


Events

29. Juli 2016
Symposien und Konferenzen
Mothers and Social Movements in Postwar Japan

Team

Phoebe Stella Holdgrün Phoebe Stella Holdgrün (bis Oktober 2017)
Stellvertretende Direktorin, Japanologie, Politikwissenschaft