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Deutsches Institut für Japanstudien

Kooperationspartner
Hiroko Kudo, Chuo University
Tomoo Matsuda, Mitsubishi Research Institute
Gerhard Naegele, TU Dortmund

Inhaltsverzeichnis (PDF)

Buchprojekt:
Alterung und Pflege als kommunale Herausforderung - Deutsche und japanische Gemeinden im Vergleich

Projektlaufzeit: seit 2020

Japan und Deutschland sind mit einer raschen Alterung ihrer Bevölkerung konfrontiert. Gleichzeitig befinden sich traditionelle Familien- und Haushaltsstrukturen in der Auflösung. Der daraus resultierende steigende Bedarf an sozialen Pflegediensten stellt Gesellschaft, Wirtschaft und öffentlichen Finanzen vor große Herausforderungen. Am stärksten davon betroffen ist die kommunale Ebene. In ländlichen Gebieten können gut funktionierende Nachbarschaftsgemeinschaften den Mangel an familiärer Unterstützung bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Ländliche Gebiete sind jedoch mit zusätzlichen Härten konfrontiert, die durch die Abwanderung der erwerbstätigen Bevölkerung in die städtischen Agglomerationen verursacht werden.

Durch die Anwendung eines ganzheitlichen und vergleichenden Ansatzes zielt dieses Projekt auf ein besseres Verständnis der verschiedenen individuellen, sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Fragen ab, die durch den schnellen demografischen Wandel auf der Ebene lokaler Gemeinschaften sowohl in ländlichen als auch in großstädtischen Gebieten aufgeworfen werden. Während die ganzheitliche Perspektive es uns ermöglicht, die Komplexität, die durch die Wechselbeziehungen zwischen den beteiligten psychologischen, sozialen, ökonomischen und politischen Faktoren entsteht, besser zu erfassen, wird der vergleichende Rahmen es uns ermöglichen, die kulturellen und rechtlichen Kontingenzen und ihren Einfluss sowohl auf die Problemkonfigurationen als auch auf die Lösungsstrategien zu verstehen. Als Ergebnis wollen wir nicht nur das akademische Wissen erweitern, sondern auch zivilgesellschaftliche Organisationen sowie politische Entscheidungsträger auf zentraler und lokaler Regierungsebene in beiden Ländern über Best Practices informieren.

Da sich das Publikationsprojekt sowohl in Deutschland als auch in Japan an ein breiteres Publikum richtet, sollen die Beiträge sowohl in deutscher als auch in japanischer Sprache veröffentlicht werden.