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Deutsches Institut für Japanstudien

Geschichtspolitik in Ostasien

Dieses Projekt untersucht die Instrumentalisierung von Geschichte in gegenwärtigen politischen Diskursen in Ostasien. Im Mittelpunkt steht die Problematik der „Vergangenheitsbewältigung”, d.h. die Aufarbeitung der modernen Geschichte Japans im Kontext des japanischen Imperialismus in Ostasien. Untersucht werden die Ziele, Methoden und Strategien verschiedener Akteure im Streit um die Interpretation der Bedeutung bestimmter Schlüsselereignisse und -themen wie dem Nanking-Massaker und der Entschuldigungsfrage. Daran anschließend wird auch die Wahrnehmung und Darstellung Chinas und Koreas in Japan, vor allem in japanischen Massenmedien untersucht. Eine Fallstudie beschäftigt sich mit dem konservativen Meinungsmagazin Sapio, ein Leitmedium der geschichtspolitischen Auseinandersetzung in Japan. Eine weitere Fallstudie untersucht die wechselnde Rolle des Nanking-Massakers im öffentlichen Diskurs in und zwischen China und Japan. Ziel des Projektes ist neben der Ausarbeitung mehrerer Fallstudien auch eine theoretische Auseinandersetzung mit den Mechanismen, Chancen und Risiken von Geschichtspolitik im öffentlichen Raum.

Personal

Torsten Weber
(Geschichtswissenschaft, Moderne Geschichte Ostasiens, Japanologie)
Principal Researcher

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