Deutsches Institut für Japanstudien nav lang search
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Deutsches Institut für Japanstudien

Kommunikation zwischen Personal und Bewohnern in einem japanischen Altenpflegeheim

 Dezember 1969 - Juli 2012

Eine der vielen Folgeerscheinung der gegenwärtigen demographischen Entwicklungen Japans ist die wachsende Zahl pflegebedürftiger älterer Menschen. Das vorliegende Projekt beschäftigt sich mit den kommunikativen Eigenheiten von Pflege im institutionellen Kontext. Es untersucht sprachliche Interaktion zwischen Bewohnern und Personal in einer japanischen Pflegeeinrichtung. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen dabei folgende Fragen:

  • Welche generellen Charakteristiken weist die Kommunikation zwischen Bewohnern und Pflegekräften auf?
  • Welche sprachlichen Strategien werden verwendet, um institutionelle Notwendigkeiten mit individuellen Bedürfnissen in Einklang zu bringen?
  • Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich im interkulturellen Vergleich beobachten?
  • Wie ließe sich Kommunikation in der Pflege verbessern?

Das vorliegende Datenkorpus besteht aus ungefähr 110 Gesprächen zwischen Bewohnern und Pflegepersonal, die während der Morgenpflege in einer Einrichtung nördlich von Tokio aufgenommen wurden. Die konversationsanalytische Auswertung der Daten umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Kategorien. Hierzu gehören u.a. Anredeformen, Gebrauch von Höflichkeitsformen und Variation zwischen formalem und informalem Sprachstil, Themeneinführungen, die Organisation von Gesprächseröffnungen und -beendigungen sowie der Einsatz von Humor und Lachen.


Events

1. Oktober 2009
Symposien und Konferenzen
Kommunikation in der institutionellen Altenpflege: Kulturvergleichende Perspektiven

25. April 2009
Workshops
「医療・介護の現場におけるコミュニケーション―『福祉言語学』の視点に立って―」(Kommunikation im japanischen Gesundheitswesen)

Team

Peter Backhaus Peter Backhaus (bis März 2010)
Linguistik