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Deutsches Institut für Japanstudien

Area Studies: Methodische Perspektiven und Ansätze

Forschungsgruppenleiterin: Nora Kottmann

Seit der Gründung des DIJs im Jahr 1988 forschen Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen zum modernen und gegenwärtigen Japan. Die Forscher*innen aus der Soziologie, den Politik­- und Wirtschaftswissenschaften, den Kulturwissenschaften, der Geschichte und der Ethnologie arbeiten zu einer Vielzahl an Themenfeldern und bedienen sich diverser methodischer Ansätze qualitativer und quantitativer Forschung: Zum Repertoire gehören neben klassischen qualitativen Methoden wie Interviews – von narrativ bis standardisiert –, Gruppendiskussionen, (teilnehmende) Beobachtungen und Diskursanalysen auch quantitative Methoden wie Text Mining, quantitative Inhaltsanalyse, Sekundäranalysen großer Datensätze und die Durchführung von landesweiten Umfragen.

Der am DIJ bislang bereits geführte Austausch zu Methoden und Methodologien in den Area Studies soll in dem neuen Schwerpunkt systematischer verfolgt und damit auch deutlicher positioniert werden. Ein Hauptaugenmerk liegt hierbei einerseits auf der Frage, wie methodische und methodologische Diskussionen eine zeitgemäße interdisziplinäre Forschung befruchten und vorantreiben können; andererseits auf der Frage, ob und wie Methoden – entsprechende Debatten über zugrundeliegende theoretische Perspektiven ebenso wie konkrete Ansätze – die Zukunft interdisziplinärer Forschung formen (können). Ein Fokus auf Methoden und Methodologien ermöglicht es darüber hinaus, die beiden Schwerpunktthemen des DIJ, namentlich „Digitale Transformation“ und „Zukunft lokaler Gemeinden“, die zweite Forschungsagenda „Japan in transregionaler Perspektive“, sowie die individuellen Forschungsprojekte zu verbinden und in einen konstruktiven Austausch miteinander zu treten: Welche Methoden eignen sich zur Erforschung fremd- oder transkultureller Kontexte? Welche Methoden eignen sich in Zeiten der Verwischung nationaler und disziplinärer Grenzen und der digitalen Transformation? Wie können wir mit neuen Situationen – bspw. der COVID-19 Pandemie und ihren Implikationen – umgehen? Und: Kann ein Austausch über Methoden interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtern und voranbringen?

Auf diese Weise streben wir an, zu aktuellen Fragestellungen und Diskussionen auch jenseits der Japanforschung aktiv beizutragen und eine Plattform für Austausch und Diskussion zu bieten, die Forschung zu/in Japan mit Forschung aus anderen Regionalwissenschaften und/oder den Disziplinen verbindet. Um diesen Austausch weiter zu institutionalisieren, bietet das DIJ unterschiedliche Veranstaltungsformate wie Veranstaltungsreihen zu verschiedenen Themenblöcken, Study Groups und DIJ Foren an. Eine Sammlung einschlägiger Literatur in der Bibliothek befindet sich derzeit im Aufbau.


Verwandte Forschungsprojekte

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